Gleitschirmfliegen für die Gesundheit

Gleitschirmfliegen für die Gesundheit
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Das Gleitsegeln mit einem Gleitschirm ist ein anerkannter Luftsport, der zunehmend Begeisterung findet. Zu beachten sind hierbei jedoch einige natürliche Gefahren, die mit Hilfe der Ausbildung richtig eingeschätzt werden müssen. Grundsätzlich jedoch ist es ein Sport, wie viele andere, der gut für die Gesundheit gewertet werden kann.

Frei wie ein Vogel

Gleitschirmfliegen ermöglicht es sich frei wie ein Vogel zu fühlen und die Welt einmal von der Vogelperspektive zu betrachten ohne nervige Ränder des Flugzeugfensters oder anderen Barrieren. Beim Gleitsegeln sitzt der Pilot in einem Gurtzeug, das unter dem Gleitschirm befestigt ist. Eine andere Variante besteht darin mit einem Motorschirm motorisiert zu Fliegen.

Begonnen hat der heutige Luftsport 1965 und wurde Slope Soaring (= Hangfliegen) genannt und fand zunächst nur wenige Anhänger. Erst nach technischen Weiterentwicklungen wurde es als Luftsportart anerkannt. Trotz seiner Gefahren ist es eine Art sportliche Bewegung, die sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. In der Regel hat der Sportler neben Gleitschirm und Gurtzeug technische Hilfsmittel beim Flug dabei. Hierzu zählen ein Variometer zum Ablesen von Steig- und Sinkwerte sowie der Flughöhe und ein GPS vor allem bei Streckenflügen. Diese beiden Geräte können heute auch in Kombinationsgeräten erworben werden. Zusätzlich befindet sich zum Teil ein Funkgerät mit an Bord.

Der Sport Gleitschirmfliegen

Bekleidung für das Gleitschirmfliegen

Als Bekleidung eignen sich winddichte und warme Textilien gepaart mit Schuhen mit hohem Schaft sowie einem Helm und Handschuhe. Nach der deutschen Vorschrift ist eine Rettungsschnur mitzuführen und es wird empfohlen eine Erste-Hilfe-Ausrüstung bei sich zu tragen. Für viele Versicherungen ist Gleitsegeln ein Risiko für die Gesundheit und muss daher oftmals zusätzlich versichert werden.

Gleitschirmfliege-Events

Die Luftsportart unterteilt sich in verschiedene Disziplinen. Klassisch ist das Streckenfliegen, wobei es auch internationale Wettkämpfe gibt. Neuerdings wird häufig auch die Gleitschirm-Akro ausgeführt, wobei die Sportler gewisse Kunstformen fliegen. Besonders bei Naturfreunden und Extremsportlern beliebt sind Biwakflüge. Sehr bekannt ist dabei der Wettkampf Red Bull X-Alps. Hierbei wird eine Strecke von Salzburg bis Monaco in maximal 21 Tagen erflogen. Nach neuesten Bestimmungen muss eine vorgeschriebene Nachtruhe eingehalten werden. Fortbewegungen sind nur zu Fuß oder mit dem Gleitschirm erlaubt.

Sehr spektakulär und interessant ist der Wettbewerb Coupe Icare, der jährlich in Saint Hilaire du Touvet in Frankreich stattfindet. Hier gewinnen diejenigen, die die beste flugfähige Verkleidung oder die ungewöhnlichste Idee präsentieren. Dieses Event lockt immer wieder mehrere Tausend Besucher an.