Wandern- Tipps für den richtigen Wanderschuh

Wandern- Tipps für den richtigen Wanderschuh
Bild: Julien Christ / pixelio.de

Das Wandern ist des Müllers Lust” – eine Freizeitbeschäftigung, die sich über Jahrzehnte steigender Beliebtheit erfreut, bedarf natürlich vor allem des richtigen Schuhwerks.

Wandern – Tipps für den richtigen Wanderschuh

Welche Art von Schuh für den Wandersmann/frau empfehlenswert ist, sei es der Leichtwanderschuh, der schwere Bergschuh oder der Halbschuh, unterliegt verschiedener Kriterien. Den besseren Gehkomfort bietet durch das geringe Gewicht der Leichtwanderschuh. Trotzdem unterscheiden sich diese Wanderschuhe deutlich vom alltagstauglichen Straßenschuh. Die Profilsohle besitzt eine eingebaute Dämpfung. Meist befindet sich in den ledernen Schuhen eine GoreTex-Membrane.
Auf unebenen Gelände, Wiesen, matschigen Strecken, querfeldein oder im Schnee bietet der feste Bergschuh mehr Schutz und Sicherheit. Je unwegsamer das Gelände, desto fester und sicherer sollte der Schuh sein. Bei Wanderern mit Problemen am Fußgelenk oder ungeübten Wanderern empfiehlt sich ein etwas höherer Schuh mit einem festen Schaft.
Ein Kompromiss bietet der leichte, halbhohe Wanderschuh. Die Knöchel sind geschützt, der Schuh ist leicht und gemütlich. Diese Schuhe sind empfehlenswert für regelmäßige Wandertouren mit unterschiedlichen Geländeformen.

Preise für den richtigen Wanderschuh

Im Durchschnitt liegt ein guter Wanderschuh zwischen 100€ – 200€. Der Preis nach oben ist jedoch, wie bei allem, offen und jeder Käufer sollte selbst sein Mittelmaß finden. Markenschuhe sind durch die bessere Entwicklung empfehlenswerter als NoName-Produkte. Ein Tipp: Die Anprobe vor Ort und der Kauf im Internet ersparen oft bis zu 50€.

Passgenauigkeit

Die Aussage “der läuft sich ein” ist definitiv ein Irrlicht. Der Schuh sollte von Anfang an ein Wohlgefühl vermitteln. Nachmittags sind die Füße “eingelaufen” und in der richtigen Passform zum Schuhkauf.
– Spielraum im Fersenbereich. Die Ferse darf jedoch nicht hin- und her rutschen.
– Der Fußballen liegt gut und flach im Wanderschuh.
– Die Zehen brauchen Platz beim Abrollen des Fußes. Die Zugabe beim Wanderschuh muss unbedingt beachtet werden um schmerzende Zehen zu verhindern.
– Der Fuß darf nicht abgeschnürt sein, jedoch auch nicht die Möglichkeit haben zu
rutschen oder sich seitlich zu bewegen.
– Die “Lieblingssocken” sollten beim Schuhkauf eingesteckt werden. So wird der Schuh
gleich mit dem richtigen Socken anprobiert.
Wenn ein geeignetes Paar gefunden wurde, sollten diese durch Laufen, Abrollen, Gehen usw. getestet werden. Der Schuh mit den wenigsten Nähten ist definitiv am wasserdichtesten.

Geeignetes Innenfutter

Das Innenfutter sollte, genauso wie die Auswahl des Schuhs, abhängig gemacht werden von dem Haupteinsatzzweck. Das atmungsaktive GoreTex Innenfutter schützt vor eindringender Feuchtigkeit. Der Fuß schwitzt jedoch stärker als mit Innenfutter ohne GoreTex. Bei nassem oder verschneitem Untergrund sind die GoreTex-Schuhe anzuraten. Beim “Schönwetterwanderern” genügt ein einfacher Voll-Lederschuh oder auch ein Schuhpaar mit Innenfutter aus Textil. Werden die Lederschuhe regelmäßig mit Lederwachs eingerieben verhindern sie das Austrocknen und schützen bei Nässe. Imprägniersprays sollten im Schuhschrank nicht fehlen.